Neue Impulse für den Handel

Freitag, 01. Dezember 2023
Foto: Koelnmesse GmbH/Hanne Engwald

Im Rahmen der Anuga veranstaltete voilà! – die Start-up-Arena der Markant Gruppe – einen Sonder-Pitch auf der Anuga Organic on Stage. Das Thema Nachhaltigkeit ist beim Publikum auf grosses Interesse gestossen. 

Markant. Mit rund 140 000 Fachbesuchern aus 200 Ländern und 7900 Ausstellern aus 118 Ländern übertraf die Weltleitmesse für Ernährung alle Prognosen. Grossen Zulauf fanden auch die Expertenvorträge wie etwa zum Thema «Sustainability & Organic Worldwide». Auf der Bühne «Organic on Stage» referierte Gordon Prox (el origen food GmbH) über die nachhaltige Wirkung von Snacks aus Lateinamerika, während Dr. Marcel Hahne von Arla Foods über das nachhaltige Engagement des Unternehmens berichtete: «Wie Arla mit Bits, Bytes & Incentives den grünen Wandel vorantreibt». Petra Berends (Markant) schloss mit ihrem Vortrag über «Muss Preissensibilität einen ethischen und nachhaltigen Konsum ausschliessen?» die Runde der Impulsvorträge ab. Für die zehn Start-ups der Pitchs in der voilà!-Start-up-Arena galt es erst einmal die Jury zu überzeugen. In einem jeweils vierminütigen Pitch präsentierten sie sich dem Publikum und der achtköpfigen Jury. Diese bestand aus Geschäftsführern und Entscheidern aus den Bereichen Food und Einkauf der Handelsunternehmen Kaufland, tegut, RTG, Rossmann, dm, Markant und Sonja Meise, Gründerin und Geschäftsführerin von FM Foodnews. Ihnen gegenüber standen die zehn Start-ups: «kruut» mit Wildkräuter-Shots, das im Weinhandel tätige Start-up «enovative», die Gründer von «Goodvenience.BIO» und «Froyda», beide Unternehmen stellen Bio-Fertiggerichte her, «malu nutrition», die sich auf Gemüseriegel spezialisieren, «Nicama», deren Fokus auf Seife und festem Shampoo liegt, «Glowkitchen Food», die Bananenbrot, «Korosho» Cashew-Produkte, «completeorganics» fermentiertes Gemüse und Shots herstellen sowie das Start-up «VegEATal», das glutenfreie Wurst- und Käsealternativen bietet. Die Jury wählte aus den zehn Start-ups «kruut» als den Gewinner in der Kategorie «Organic/Sustainability». Neben dem Hauptgewinn, einem Messestand auf der Anuga 2025 als auch einem kostenlosen Stand auf dem 125. Markant Handelsforum in Karlsruhe, durfte «kruut» wie auch fünf weitere Start-ups sich über Gutscheine für Einkaufsgespräche mit Händlern freuen. «kruut» und «Glowkitchen food» erhielten Gutscheine für Gespräche mit Rossmann und dm, während «Froyda», «VegEATal» und «Goodvenience.BIO» Einkaufsgespräche mit tegut führen durften und «malu nutrition» einen Gutschein für ein Gespräch mit dem Handelspartner Kaufland erhielt.
 
Der Gewinner
Gegründet wurde das Berliner Start-up im Jahr 2019 von Annika Krause und Thorben Stieler. Die Idee für das Unternehmen «kruut» (plattdeutsch für Unkraut) entstand aus dem Wunsch, wieder ein Leben mit der Natur zu führen und begann mit dem Wildkräutersammeln. Dass das Unternehmen jetzt «Oxymel» herstellt und vertreibt, verdankt es Stielers Grossvater. Als Gärtnermeister kannte er noch die Rezeptur dieses jahrhundertealten Kräuterelixiers, das bereits die Römer geschätzt haben. Die Mischung aus Wildkräutern, Honig und naturtrübem Apfelessig kann mit einen Esslöffel Wasser gemischt, als erfrischender Wildkräuter-Drink genossen werden. Die «Oxymel» Sorten, wie «Kraft», «Ruhe», «Immun» und «Bitter», sind auch als trinkfertige Wildkräuter-Shots, gemischt mit Quellwasser und Wildobst-Säften erhältlich. Insgesamt umfasst das Sortiment 35 Artikel wie ein grünes Wildkräuter-Pulver für einen «Herbal Latte» mit Eisen, Kalium und Calcium sowie eine nussige Kaffeealternative aus Pilzen und Wurzeln. Die biozertifizierten Produkte werden aus lokalen Zutaten von Bio-Höfen und zertifizierten Wildsammlern hergestellt. Um die wertvollen Eigenschaften der Kräuter zu erhalten, wird beim Herstellungsprozess auf jegliche Erhitzung verzichtet. Bei dm Deutschland und dm Österreich sind Produkte von «kruut» bereits gelistet, mit weiteren Markant Partnern sind die beiden Gründer im Gespräch. Der Umsatz des Unternehmens liegt bereits im mittleren siebenstelligen Bereich. In Zukunft möchte das Start-up seine Handelsbeziehungen im In- und Ausland weiter ausbauen und steigt zudem mit einer neuen Produktpalette in den Bereich Skincare ein. 

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