Stabile Konsumlaune

Montag, 22. Februar 2021

Entwickeln sich die Deutschen zu Genussmenschen? Verschiedene Umfragen sehen dafür Anzeichen.

Kantar. Mitten in der Pandemie bleiben die meisten deutschen Verbraucher überzeugt, dass sich ihre finanzielle Situation positiv entwickeln wird, so eine Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag der Postbank im November 2020. Damit einher geht auch der Wunsch, es sich gut gehen zu lassen. Dieses Stimmungsbild zeichnet nicht nur die Postbank-Studie, sondern auch der «Zukunfts-Monitor 2021» der Stiftung für Zukunftsfragen. Schwächelnder Konjunktur und Lockdown zum Trotz erwarten 60 Prozent (Vorjahr: 64 %) der von Kantar Befragten, dass sich ihre Finanzen im Jahr 2021 positiv entwickeln werden. Die Zahl der Pessimisten wuchs gegenüber 2019 nur leicht und zwar von 24 auf 27 Prozent. Die Bereitschaft der Verbraucher für Lebensmittel mehr Geld auszugeben, ist gestiegen. Wenn gespart wird, dann eher zwangsläufig auf Grund der allgemeinen Lockdown-Einschränkungen: bei Urlaub, Gastronomie, Friseur oder Mode. Zum Ausgleich dieser Entbehrungen lassen es sich die Deutschen zuhause gut gehen. So geben in der Postbank-Studie nur sieben Prozent der mehr als 1000 Befragten an, bei Lebensmitteln zu sparen. Die Bereitschaft, dafür mehr Geld auszugeben, ist im Jahr 2020 sogar gestiegen, wie aus dem Zukunfts-Monitor hervorgeht. 36 Prozent der Befragten (Vorjahr: 29 %) sagten, dass sie ihre Ausgaben für Essen und Trinken erhöhen wollen – und zwar für «qualitativ höhere, besondere oder gesündere Lebensmittel », wie die Studie festhält.